
Ein Tag auf meinem Campo in Uruguay – und warum das Leben hier nicht billig ist
Viele denken, Südamerika ist irgendwie günstig. Uruguay ist es nicht. Ein ganz normaler Tag auf dem Land, mit allem, was dazugehört.
Thema
Wie das Land funktioniert, wie es sich anfühlt und was man als Ausländer wissen sollte – aus erster Hand.

Viele denken, Südamerika ist irgendwie günstig. Uruguay ist es nicht. Ein ganz normaler Tag auf dem Land, mit allem, was dazugehört.

„Das wird zu hart für dich“, haben viele gesagt. Ich habe geantwortet: Aller Anfang ist hart. Wie hart genau, habe ich erst verstanden, als ich hier war.

Wo heute meine Kühe stehen, war früher eine Zitronenplantage. Dazwischen lagen ein Dschungel, rund 100 Bienenvölker und sehr viel Arbeit.

Ein ganz normaler Tag – und warum Uruguay nicht das „günstige Südamerika“ ist.

Warum ich gegangen bin, wie hart der Anfang war und was ich über Risiko gelernt habe.
Eine kleine Werkstatt direkt an der Straße, eine Gomería. Hier lässt man Autos und Anhänger reparieren. Mit Nationalstolz: „Uruguay!“ Richtig gut.
Direkt am Wasser, von der Straße aus erst mal 30 Meter Klippe runter. Ein naturbelassener Strand, auf dem man denkt, man ist allein auf einer Insel gestrandet. Im Winter ist hier niemand. Im Sommer kommen Leute von überall.
Wer aus dem Campo rausfährt, ist schnell auf richtig guten Straßen – ganz anders als die Feldwege, die man aus anderen Ländern Südamerikas kennt. Die Infrastruktur hier gefällt mir sehr.
Ende Juni, Anfang Juli: tiefster Winter. Sonnig, kühl, eigentlich angenehm. Ich habe eine Jacke an, könnte aber auch im Pulli rumlaufen. Kalt wird es erst, wenn es auf einmal richtig windig wird.