
Mit 19 nach Uruguay ausgewandert – meine ehrliche Geschichte
Warum ich gegangen bin, wie hart der Anfang war und was ich über Risiko gelernt habe.
Deutschland nach Uruguay · seit 2022
Mit 19 bin ich nach Uruguay ausgewandert. Seitdem baue ich mir hier ein Leben und mehrere Unternehmen auf – und dokumentiere, was dabei wirklich passiert. Auch das, was schiefgeht.
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Ein ganz normaler Tag – und warum Uruguay nicht das „günstige Südamerika“ ist.
Stories
Wenn ein Video genug zu erzählen hat, wird daraus eine Story: geordnet, ergänzt und so geschrieben, dass sie auch ohne das Video funktioniert.
Momente
Nicht jeder Clip braucht einen Artikel. Kleine Beobachtungen vom Campo, aus dem Alltag und von unterwegs – bei jedem Besuch in anderer Reihenfolge.
Ich wollte nur mit dem Auto durchs Tor. Weil ich die Kühe am Anfang mal gefüttert habe, rennen sie mir seitdem jedes Mal hinterher. Sie denken, es gibt Futter. Also: schnell das Tor zu.

Eine der größten Drohnen, die es für die Landwirtschaft gibt: ungefähr drei Meter Durchmesser. Damit sprühen und säen wir. Was sie gekostet hat – und was danach passiert ist – erzähle ich noch ausführlich.

Zwei Schwestern. Ich habe sie als Welpen großgezogen. In der Anfangszeit, als ich hier niemanden kannte, waren sie meine einzigen Freunde.

Schafe, Kühe, Hunde. Das gehört dazu, wenn man mitten auf dem Land lebt. Hier die Schafe, ganz hinten auf der Weide.

Mein Grundstück war mal eine Zitronenplantage und, als ich anfing, ein richtiger Dschungel – das Gras war höher als ich. Heute ist es guter Boden. Irgendwann soll hier mein Haus stehen.
In dieser kleinen Bude habe ich gewohnt, als wir hergezogen sind. Schlafzimmer, Bett, alles in einem Raum. Aufs Klo bin ich zu meinen Eltern rübergegangen. Heute steht darin Hundefutter.
Eine kleine Werkstatt direkt an der Straße, eine Gomería. Hier lässt man Autos und Anhänger reparieren. Mit Nationalstolz: „Uruguay!“ Richtig gut.

Am Anfang musste ich jedes Kalb mit einem sieben bis zehn Meter langen Seil holen. Heute habe ich gerufen – und sie kamen von ganz hinten. Natürlich genau dann, als die Kamera aus war.
Direkt am Wasser, von der Straße aus erst mal 30 Meter Klippe runter. Ein naturbelassener Strand, auf dem man denkt, man ist allein auf einer Insel gestrandet. Im Winter ist hier niemand. Im Sommer kommen Leute von überall.
Wer aus dem Campo rausfährt, ist schnell auf richtig guten Straßen – ganz anders als die Feldwege, die man aus anderen Ländern Südamerikas kennt. Die Infrastruktur hier gefällt mir sehr.
Projekte
Nicht als Firmenprospekt, sondern aus meiner Sicht: was es ist, warum es das gibt und wo es gerade steht.
Der Weg
Kein Lebenslauf, sondern die Stationen, an denen sich etwas verändert hat – mit allem, was nicht nach Plan lief.
Ausbildung als Anlagenmechaniker in einem großen Chemiekonzern. Danach habe ich dort gearbeitet, bis ich gekündigt habe.
Job gekündigt, alles stehen gelassen. Nicht allein, sondern mit meiner Familie. Ohne Spanisch, mit wenig Geld. „Das wird zu hart für dich“, hatten viele gesagt.
Mein Grundstück war eine ehemalige Zitronenplantage, das Gras höher als ich. Heute ist es guter Boden. Eine Zeit lang standen dort rund 100 Bienenvölker.
Eine Agrardrohne mit rund drei Metern Durchmesser, finanziert mit geliehenem Geld. Danach: ein Monat ohne Auftrag, ein Schaden beim ersten Job, zwei Crashs.
Aus mehreren Projekten werden Unternehmen unter einer Dachmarke: Landwirtschaft, Software, Handel, Business Services.
Nach vier, fünf Jahren Aufschieben: „Ich mache das jetzt.“ Seitdem dokumentiere ich, was hier tatsächlich passiert.
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