Drei Monate ohne Lohn: Wie ich gemerkt habe, dass ich selbstständig sein muss
Bevor es die Drohne gab, habe ich viel Lehrgeld bezahlt. Wie aus „Okay, was soll ich machen?“ irgendwann „Ich mach das jetzt selbst“ wurde.

Kurz gesagt
- Online bin ich auf Betrug hereingefallen, vor allem rund um Krypto, und habe dabei viel Geld verloren.
- In einem Job in der Kaltakquise hat mein Chef immer nur einen Teil gezahlt. Am Ende habe ich drei Monate umsonst gearbeitet.
- Auf einer Lehrer-Plattform gingen 20 bis 30 Prozent Provision weg.
- Danach war klar: Ich mache mich selbstständig. Daraus wurde mein Agrardrohnen-Business.
Viele fragen, wie ich überhaupt zu meinem Drohnen-Business gekommen bin. Die Antwort fängt nicht bei der Drohne an, sondern bei ein paar Fehlern. Ich erzähle sie, weil ich warnen will. Vor allem die, die gerade anfangen.
Online: viel Abzocke
Ich wollte nicht für immer irgendeinen Online-Job machen. Gleichzeitig gibt es online so viel Abzocke und so viel Betrug. Da bin ich reingeraten. Vor allem das ganze Krypto-Zeug: Da ist so viel Betrug, und da war ich auch drin. Ich habe dabei viel Geld verloren. Auf die Details will ich gar nicht eingehen.
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele Leute auf diese Maschen reinfallen. Ich gehöre dazu.
Ein Chef, der immer gerade genug gezahlt hat
Dann hatte ich einen normalen Job im Bereich Kaltakquise. Ich habe jemanden kennengelernt, der mir ein gutes Gehalt versprochen hat. Am Anfang hat er tatsächlich gezahlt. Dann hat er es immer wieder hinausgezögert.
Einen festen Zahltag gab es nicht. Er hat immer ein bisschen ausgezahlt, damit man zufrieden ist, und gesagt: „Den Rest kann ich dir später zahlen.“ Als ich ein Projekt abgeschlossen hatte, habe ich gesagt: Ich brauche das Geld, ich muss hier ja auch leben. Die Antwort: „Aktuell geht das gerade nicht. In zwei Wochen hast du das Geld.“
Okay, was soll ich machen? Ich habe weitergearbeitet, und er hat mir noch mehr geschuldet. Dann kam wieder eine Überweisung, aber nicht mal alles von der ersten Rechnung.
Er hat immer gerade so viel überwiesen, dass ich geblieben bin.
Das war eine gute Strategie. Die offenen Beträge haben sich so aufgehäuft, dass ich dachte: Wenn ich jetzt gehe, verliere ich alles. Am Ende habe ich drei Monate umsonst gearbeitet und nichts ausgezahlt bekommen.
20 bis 30 Prozent für die Vermittlung
Danach habe ich auf einer App unterrichtet, auf der man als Lehrer Stunden vermittelt bekommt. Die Plattform nimmt sich 20 bis 30 Prozent Provision. Ich dachte nur: Ich arbeite hier, und die kriegen so viel Geld dafür, dass sie mich einfach vermitteln.
„Ich mach das jetzt selbst“
Irgendwann hatte ich es so satt, für jemand anderen zu arbeiten. Ich bin einfach ein Typ, der viel arbeitet. Und das ist als Unternehmer wichtig. Man kann nicht sagen: „Ich chill mal.“ Sonst geht man sehr schnell unter. Keiner zwingt dich zu arbeiten. Du musst dir selbst sagen: Komm, ich pack jetzt an und mach weiter.
Die Frage war: Was kann ich machen? Um mich herum ist alles Landwirtschaft. Wenn ich schon nicht selbst Landwirtschaft mache, dachte ich, dann muss ich etwas mit Landwirtschaft machen. Ich habe recherchiert, was noch nicht übersättigt ist, und bin auf Agrardrohnen gestoßen.
Die Erfahrung mit den Plattformen hat sogar meine Finanzierung geprägt. Ein Privatinvestor wollte Anteile an meiner Firma. Ich wollte nicht mein Leben lang jemanden haben, der bei mir mitkassiert – genau das gleiche System wie bei den Lehrer-Plattformen. Also haben wir einen hohen Zinssatz vereinbart: 20 %. Das war richtig hart.
Wie es dann weiterging – ein Monat ohne Auftrag, ein Schaden beim ersten Job und zwei Crashs – steht in Ohne Eigenkapital ins Drohnen-Business.
Häufige Fragen
Woran hast du gemerkt, dass dich dein Arbeitgeber hinhält?
Es gab keinen festen Zahltag. Er hat immer nur einen Teil überwiesen und gesagt, den Rest zahlt er später. Die offene Summe wurde so groß, dass ich dachte: Wenn ich jetzt gehe, verliere ich alles. Am Ende habe ich drei Monate umsonst gearbeitet.
Warum hast du dich selbstständig gemacht?
Ich hatte es satt, für jemand anderen zu arbeiten und andere an meiner Arbeit mitverdienen zu lassen. Um mich herum ist alles Landwirtschaft, also habe ich nach etwas gesucht, das noch nicht übersättigt ist – und bin auf Agrardrohnen gestoßen.
Diese Story basiert auf meinen eigenen Videoaufnahmen und dem, was ich darin erzählt habe. Erfahrungen sind meine persönlichen; Zahlen und Preise gelten für den genannten Zeitpunkt.



