
Ein Tag auf meinem Campo in Uruguay – und warum das Leben hier nicht billig ist
Viele denken, Südamerika ist irgendwie günstig. Uruguay ist es nicht. Ein ganz normaler Tag auf dem Land, mit allem, was dazugehört.
Thema
Ein ganz normaler Tag: Tiere, Wetter, Einkaufen, Familie und das Leben auf dem Land.
Ich wollte nur mit dem Auto durchs Tor. Weil ich die Kühe am Anfang mal gefüttert habe, rennen sie mir seitdem jedes Mal hinterher. Sie denken, es gibt Futter. Also: schnell das Tor zu.

Zwei Schwestern. Ich habe sie als Welpen großgezogen. In der Anfangszeit, als ich hier niemanden kannte, waren sie meine einzigen Freunde.

Schafe, Kühe, Hunde. Das gehört dazu, wenn man mitten auf dem Land lebt. Hier die Schafe, ganz hinten auf der Weide.
In dieser kleinen Bude habe ich gewohnt, als wir hergezogen sind. Schlafzimmer, Bett, alles in einem Raum. Aufs Klo bin ich zu meinen Eltern rübergegangen. Heute steht darin Hundefutter.
Eine kleine Werkstatt direkt an der Straße, eine Gomería. Hier lässt man Autos und Anhänger reparieren. Mit Nationalstolz: „Uruguay!“ Richtig gut.

Am Anfang musste ich jedes Kalb mit einem sieben bis zehn Meter langen Seil holen. Heute habe ich gerufen – und sie kamen von ganz hinten. Natürlich genau dann, als die Kamera aus war.
Ende Juni, Anfang Juli: tiefster Winter. Sonnig, kühl, eigentlich angenehm. Ich habe eine Jacke an, könnte aber auch im Pulli rumlaufen. Kalt wird es erst, wenn es auf einmal richtig windig wird.